Wenn der Computer uns abzieht können wir endlich Mensch sein

Roboter können viele Dinge so viel besser als Menschen. Rational denken zu Beispiel oder Rechnen oder Abspeichern und Verwalten. Mein Computer beispielsweise ist ein höchst verlässlicher Assistent, wenn es darum geht, in meinem Wust an Mails und Dokumenten das raus zu fischen, was ich gerade brauche.

Vielleicht wird einer seiner Artgenossen schon bald andere Arbeiten für mich übernehmen. Vielleicht werden sie sich auch besser darin schlagen, das zu tun, womit ich bisher mein Geld verdient habe. Dann müsste ich eine neue Lösung finden, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren – etwas beängstigend, aber hoffentlich machbar. Das Schöne daran ist, dass ich dann umso mehr Zeit habe, mich den Dingen zu widmen, die mich als Mensch ausmachen.

 

Denn ich liebe es, anderen Menschen zu begegnen. Ich liebe es, Menschen in ihre funkelnden Augen zu sehen. Ich liebe es, mitfühlend zu sein, wenn es jemand anderem schlecht geht und ich ihn darin unterstützen kann, vielleicht wieder fröhlicher zu werden. Ich liebe es, Musik zu hören – Musik von Vinyl. Oder live gespielt. Beides transportiert auf eine Art und Weise Seele, wie sie kein Computer jemals nachbauen könnte. Ich liebe es raus zu gehen, den Wind auf der Haut zu spüren, den Blättern im Wind und den Vögeln beim Zwitschern zu lauschen. Und ich liebe es gemeinsam mit anderen etwas zu schaffen – schöne Orte, gute Atmosphäre, neue Gedanken.